Print on demand
Print on Demand, auf Deutsch „Druck auf Abruf“, bezeichnet ein Druckverfahren, bei dem Druckprodukte erst dann hergestellt werden, wenn sie tatsächlich benötigt werden. Statt große Mengen vorab zu produzieren und einzulagern, können kleinere Auflagen flexibel, schnell und bedarfsgerecht gefertigt werden.
Was bedeutet Print on Demand?
Beim Print-on-Demand-Verfahren werden Druckprodukte nicht auf Vorrat produziert, sondern erst nach einer konkreten Bestellung oder bei tatsächlichem Bedarf gedruckt. Dadurch eignet sich dieses Verfahren besonders für kleinere Stückzahlen, wechselnde Motive oder Produkte, deren Inhalte regelmäßig aktualisiert werden müssen.
Früher war der Druck auf Abruf deutlich weniger verbreitet, da klassische Druckverfahren häufig mit hohen Einrichtungskosten verbunden waren. Für viele Druckaufträge mussten eigene Druckplatten erstellt werden, was sich vor allem bei kleinen Auflagen wirtschaftlich kaum lohnte.
Mit der Entwicklung des Digitaldrucks hat sich das grundlegend verändert. Da beim Digitaldruck keine separaten Druckplatten benötigt werden, können Druckdaten direkt vom Computer an die Druckmaschine übertragen werden. Das reduziert die Vorbereitungskosten und macht auch kleinere Produktionsmengen deutlich attraktiver.
Welche Vorteile bietet Print on Demand?
Ein großer Vorteil von Print on Demand liegt in der hohen Flexibilität. Unternehmen können genau die Menge produzieren lassen, die aktuell benötigt wird. Das senkt das Risiko von Überproduktionen und verhindert, dass ungenutzte Druckprodukte im Lager liegen bleiben.
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Geringere Lagerkosten: Da nicht große Mengen vorproduziert werden müssen, wird weniger Lagerfläche benötigt.
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Mehr Flexibilität: Inhalte, Designs, Logos oder Produktinformationen können vor jedem neuen Druckauftrag angepasst werden.
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Schnelle Umsetzung: Kleine Auflagen lassen sich häufig kurzfristig realisieren.
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Weniger Ausschuss: Es wird nur produziert, was tatsächlich gebraucht wird.
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Ideal für Tests: Neue Designs, Produktvarianten oder Werbemittel können zunächst in kleinen Mengen getestet werden.
Besonders sinnvoll ist Print on Demand, wenn sich Inhalte regelmäßig ändern oder wenn noch nicht sicher ist, welche Menge eines Produkts tatsächlich benötigt wird. Das kann zum Beispiel bei personalisierten Druckprodukten, saisonalen Werbemitteln, Produktunterlagen, Verpackungen, Notizbüchern oder Präsentationsmaterialien der Fall sein.
Wann lohnt sich Print on Demand?
Print on Demand lohnt sich vor allem bei kleineren bis mittleren Auflagen, bei häufig wechselnden Motiven oder bei Produkten, die schnell verfügbar sein müssen. Auch für Unternehmen, die neue Produkte oder Designs zunächst testen möchten, ist das Verfahren eine praktische Lösung.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Druckprodukte leichter aktuell gehalten werden können. Müssen etwa Kontaktdaten, Produktinformationen, rechtliche Hinweise oder Designs angepasst werden, kann dies vor dem nächsten Druckauftrag direkt berücksichtigt werden. Dadurch werden veraltete Bestände vermieden.
Gibt es auch Nachteile?
Trotz der vielen Vorteile ist Print on Demand nicht für jeden Anwendungsfall die beste Lösung. Bei sehr großen Auflagen können klassische Druckverfahren wirtschaftlicher sein, da der Stückpreis mit zunehmender Produktionsmenge häufig sinkt. Auch bestimmte Veredelungen, Materialien oder Sonderanfertigungen können bei größeren Produktionsläufen effizienter umgesetzt werden.
Deshalb sollte immer geprüft werden, welche Menge benötigt wird, wie häufig Änderungen am Druckprodukt zu erwarten sind und welche Anforderungen an Qualität, Material und Verarbeitung bestehen.
Alternative: Produktion mit Einlagerung
Eine Alternative zum Print-on-Demand-Verfahren ist die Produktion größerer Mengen mit anschließender Einlagerung. Dabei wird eine höhere Auflage direkt produziert und anschließend bei der Druckerei oder einem Logistikpartner gelagert. Die Produkte können dann je nach Bedarf abgerufen und versendet werden.
Diese Lösung kann sinnvoll sein, wenn ein Produkt regelmäßig benötigt wird und sich Inhalte oder Designs über längere Zeit nicht ändern. Durch die größere Produktionsmenge kann der Preis pro Exemplar sinken, während das Unternehmen selbst keine eigene Lagerfläche bereitstellen muss.
Print on Demand oder Einlagerung?
Welche Lösung besser geeignet ist, hängt stark vom jeweiligen Einsatzzweck ab. Print on Demand bietet maximale Flexibilität und eignet sich besonders für kleinere Mengen, wechselnde Inhalte oder personalisierte Produkte. Die Einlagerung größerer Mengen ist dagegen häufig dann sinnvoll, wenn ein gleichbleibendes Produkt regelmäßig benötigt wird und der Fokus auf möglichst günstigen Stückkosten liegt.
In der Praxis kann auch eine Kombination aus beiden Modellen sinnvoll sein: Standardprodukte werden in größerer Menge produziert und eingelagert, während individuelle Varianten oder saisonale Produkte flexibel per Print on Demand hergestellt werden.